17. Februar

Ich sitze hier, lese die Besprechungen der Kollegen, sehe wie neue Sterne am Rezensentenhimmel aufgehen, und komme nicht umhin zu bemerken, wie ich selbst immer mehr in den Hintergrund trete. Und obwohl ich es nicht will, spüre ich Aufregung und Angst. Auf einmal steht nicht mehr die Frage im Vordergrund, ob ich weiter Bücher besprechen will, wie ich die Freude daran zurück gewinnen kann, sondern da ist nur noch der Stress verursachende Aufruf: du musst etwas tun, damit du nicht ganz über den Rand fällst, an den du dich selbst gedrängt hast.

Und das Vertrauen, langsam wieder auf einen ureigenen Weg zurück zu finden, zu einer Art über Bücher zu sprechen, die meine ist, wird überlagert von der (eigentlich gesunden und vernünftigen) Verweigerung, mich diesem (selbstgemachten) Druck auszusetzen.