Das Vollkommene einer verlogenen Geste

In den Sonnenaufgang schwimmen. Tonlos.

Nichts zu sagen haben, aber unfähig sein, zu schweigen. Nachts die Geräusche all der fremden Leben, morgens Wortfetzen der Empörung.

Die Stiefel neben dem Bett. Sonne und bleischwere Müdigkeit.

Sie haben mir meine Sprachlosigkeit vergeben. Losigkeit, so ein schönes Wort. Vielleicht gerade deswegen, weil ich nicht weiß, was es bedeutet. Möglicherweise nur das Gegenteil von Festigkeit.

 

Ist es so, dass Grenzen zwangsläufig Tod bedeuten? Unter der Vorgabe (dem Vorwand?), Leben zu schützen? Ist überall da Mangel, wo Angst blüht und Neid? Sind es nicht manchmal nur die falschen Fragen, eine (gefährliche, todbringende) Perspektive? Bei Menschen wie bei Wölfen? Und darf ich mich hinter einer meiner Lieblingsphrasen (was verstehe ich schon davon?) verstecken?

 

Vielleicht würde es zum Anfang genügen, einige Ausrufezeichen gegen Fragezeichen einzutauschen.

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