Grübeln

Vielleicht ist das auch eine Art Schizophrenie, wenn man zu allem zwei Meinungen hat, wenn man immer zwischen diesem einerseits – andererseits, hängen bleibt. Wenn sich immer die Trägheit durchsetzt, ohne dass der Wunsch nach mehr Aktivität geringer würde. Vom schlechten Gewissen ganz zu schweigen.

Ständig zwei Stimmen, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich es bin, die entscheidet, welche Stimme lauter wird, welche Meinung sich letztendlich durchsetzt.

Aber wer dann? Ein Dämon? Die Krankheit? Der innere Schweinehund? Meine geistige, moralisch und körperliche Schwäche?

Und das Schlimmste ist ja, dass ich es weder hinnehmen kann, noch dass es mir gelingt, etwas dagegen zu tun.

Dabei ist das alles einmal anders gewesen. Ich habe schon immer viel gegrübelt, aber das Nachdenken hat das Handeln nicht verhindert.

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