30. Dezember 2016, Berlin

Das Gefühl, alles sofort aufschreiben zu müssen, weil es schon Minuten später nicht mehr verfügbar ist.

Der Mann, der aussieht wie eine Mischung aus P.´s Schulfreund und Mats Hummels, das Kleinkind, das seinen Blick nicht von P. abwenden kann, die junge Mutter, blonder Pony und Baby Björn, die sich mit dem großen dunkelhaarigen Mann unterhält. Alles sind auffallend freundlich und friedlich, was mir vielleicht nur deshalb auffällt, weil auf den Tafeln, die die Abfahrtszeiten der Züge anzeigen, auch der Hinweis erscheint, man solle den Notruf wählen, wenn man verlassene Gepäckstücke entdeckt.

Der Mann, der mit ungewöhnlich sanfter Stimme „Zurückbleiben bitte“, sagt, und die seltsame Beobachtung, dass es mir nicht mehr gelingt, etwas Erotisches in den Stimmen und Gesichtern zu erkennen. Das gehört zu einer anderen Zeit. Scheint, wie die Jugend, unwiederbringlich verloren zu sein.

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