11. November

Erst die Nachricht vom Tod Leonard Cohens, und jetzt auch noch Ilse Aichinger.

Die Aufgabe von Literatur ist nicht die Suche nach Wahrheit, sondern das Säen von Zweifeln, das Sensibilisieren für die Vielfalt, für all das, was unter der Oberfläche liegt, also eigentlich eine allumfassende Öffnung. Literatur gelingt, wenn sie Einseitigkeit bewusst macht, in Vielfalt oder Einsicht verwandelt. Der Verzweiflung das Vertrauen in die Kraft der Fragen entgegen setzt. Das hat sie immer getan, die große Ilse Aichinger. Jetzt durfte sie endlich endgültig verschwinden.

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5 Gedanken zu “11. November

  1. Liebe Elke, das ist ja ein Verlust, der trifft mich sehr schwer, hatte es noch gar nicht gewusst.
    Ach, wie traurig das ist! Weder bei Leonard Cohen, noch bei Ilse Aichinger hatte ich Sterblichkeit in Betracht gezogen. Aber es scheint unausweichlich, auch große PoetInnen müssen irgendwann die Welt verlassen…Grüsse trotzdem (der Text zu den „Müttern“ rumort schon in mir und ich werd ihn irgendwann unter Geburtswehen herauspressen!) Alles Liebe für Dich von Deiner Graugans

  2. Die Nachricht ist, dass es jedem von uns passieren wird. Doch das wirklich Tröstliche an so einer Aussage ist aber, dass wir nie Wissen wann, wie und unter welchen Umständen es passiert. Und doch ist man jedesmal tief berührt, wenn es passiert. RIP.

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