Wetter

Ein Sturm kam auf, peitschte das Wasser in eine Richtung, brauste auf, wütete, das Plätschern des Springbrunnens übertönend, ebbte ab, nahm erneut Anlauf.

Der junge Mann, der sich auf das Wetter berief, während es schien als würde vor dem Fenster der Wind die Welt aus den Angeln heben, und nur ihr Haus bliebe stehen, umflüstert von der Stimme des Windes, der nicht müde wurde, Märchen zu erzählen, in denen er die Hauptrolle spielte, die des verwunschenen und zu guter Letzt erlösten Prinzen, die des armen Schwächlings, der endlich die Möglichkeit erhält, sich zu beweisen. Aber wer hörte schon den Wind, wer las Märchen?

Er war 16 Jahre alt, er hörte Schubert, Beethoven und Brahms, er las Märchen aus aller Welt. Was blieb ihm übrig, als sich auf das Wetter zu berufen?

 

 

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