(41)

Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Traum hatte, den Traum, reich und berühmt zu werden, den Traum Mutter zu sein, Zentrum einer großen und glücklichen Familie. Oder wenigstens den Traum, zu schreiben. Jeden Tag mit Leichtigkeit die Seiten zu füllen, ohne eine Sekunde darüber nachzudenken, wie unnütz und überflüssig das ist.

Stattdessen habe ich eine Zeitlang geschrieben und es vermisst, als keine Worte mehr einfach so aufs Papier flossen. Habe Kinder bekommen und musste lernen, sie loszulassen.

Was ich damit sagen will; ich wurde immer wieder auf mich selbst zurückgeworfen.

Wir alle, alle anderen, aber vor allem all die anderen, die wir gewesen sind, leben fort in uns. Die Bilder, die Trauer, die Glücksmomente, das Suchen und wie es auf einmal aufgehört hat. Die Aufgaben, die uns dazu eingeladen haben, uns aufzugeben, endlich unser Ego loszuwerden und uns stattdessen zu verbinden, mit einer Tätigkeit, mit anderen Menschen, mit einer Idee.

Und das Ego, das immer wieder aufstand, und mit seinen falschen Fragen alles zerstört.

Werbeanzeigen