18. April

Zwei Leichen auf dem Weg hier her. Ein Küken unterhalb der Brücke und hier an den Teichen ein platter, seltsam ausgetrockneter Frosch. Ein Schwan zieht majestätisch seine Runden. Ich habe das Gefühl, alles, was ich zu sagen hätte, ist längst schon gesagt worden. Und was andere sagen, verstehe ich nicht. Du bemühst dich zu wenig, sagt die Stimme in mir, die mich Tag für Tag müder macht. Und dann bricht die Sonne durch die Wolken, der aggressive Hundebesitzer schweigt. Ich bin ein verlassenes Kind, das tapfer auf den Tod zugeht.

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7 Gedanken zu “18. April

  1. „Ich bin ein verlassenes Kind, das tapfer auf den Tod zugeht.“
    Das bist Du und das sind wir alle. Alles ist längst gesagt und soviel wurde schon gelebt und gestorben.
    Es ist zum Resignieren und zum Verzweifeln manchmal.

  2. Wofür/wozu ist das Bemühen zu gering? Für die eigenen Fähigkeiten eher nicht …

    „Ich bin ein verlassenes Kind, das tapfer auf den Tod zugeht.“ — Ja, das sind wohl viele, ich bins auch; aber ich kann auf diesem Weg anderen die Hand reichen, um einen Tanz bitten (auch wenn der traurig zu werden scheint) oder um ein Stück gemeinsamen Weges. Und dann wird dieser Gang nicht nur tapfer sein, sondern auch voller Wunder.

    Ich glaube fest daran.

  3. Ach ja, wie oft ich mir das auch denke, daß alles schon längst und so oft gesagt wurde…und tapfer bin ich leider gar nicht…manchmal ists gut, zu wissen, daß es anderen ähnlich geht…

  4. platte frösche begegnen mir zur zeit auf schritt und tritt, manchmal muss ich mich bücken, um zu erkennen, ob es sich tatsächlich um einen toten lurch handelt oder zusammengeknülltes eis am stiel-papier oder einfach bloß laub. irgendwie gemein, diese art tod. wie gerädert das ergebnis.

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