19. April

Kann man den Dingen Namen geben und dann verschwinden? Die Bezeichneten mit ihrer Bezeichnung allein lassen?

Das Schreiben ist wie die Tropfen am Fenster, nach dem Hagel, kleine kompakte, selbstständige Tropfen, scheinbar ohne jegliches Bedürfnis, sich miteinander zu verbinden.

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4 Gedanken zu “19. April

  1. So machen wir das (Nur was haben wir davon?).

    Vielleicht ist der Schlüssel hier das scheinbar, denn auch der Hagel am Fenster ist Teil des großen Ganzen und ich vermute, dass sein Bewusstsein der Verbundenheit vollkommen ist, da „er“ sich nicht einmal als Hagel wahrnimmt (ich weiß um die Widersprüchlichkeit, kann es zur Zeit nicht besser ausdrücken, außer, dass der Hagel sich eben nicht als Hagel versteht und einfach das ist, was er ist, in diesem Sinne Bewusstsein)
    Wir die Bezeichnenden entfernen uns vom Ursprung, sperren uns selbst aus. Die Bezeichneten scheinen doch einigermaßen unberührt.

    1. Es ist wie mit dem Ursprung. Als Bezeichnung ist er Veränderungen unterworfen, als das was er ist, ist er einfach. Vielleicht ist es dieser Grundunterschied zwischen Fühlen und Verstehen.

  2. Warum trennen wir fühlen und verstehen?
    Der analytische Verstand akzeptiert nur das greifbare, in Sprache beschreibbare, aber er ist in der Lage seine eigenen Grenzen zu erkennen (das ist das eigentlich wunderbare an ihm).
    Betrachten wir ihn als Werkzeug und machen ihn nicht zu unserer Identität,
    dann stehen fühlen und verstehen sich näher als denken und verstehen (was nicht bedeutet, dass wir das denken sein lassen sollten, alles hat seinen Platz). Bzw. sind es zwei verschiedene Qualitäten des Verstehen.

    Es geht ja hier nicht um irgendeine beliebige Emotion, sondern um das Fühlen, das zu tieferem Verständnis führt über das Sein an sich. Etwas an das das Gehirn nicht heran kommt, weil er dazu gar nicht da ist.
    Irreführend ist die Ableitung Verstand und verstehen deshalb, da wir (vielleicht?) eine falsche Vorstellung von Verstand haben.
    Die Dinge zu sezieren, führt sowohl mathematisch als auch sprachlich in eine Sackgasse der Unbelebtheit (so als würde man dem zu Verstehenden die Seele entziehen/tote Information).
    Das Gehirn ist zum Überleben da, um das alltägliche Leben zu verstehen und zu optimieren. Aber der Verstand ist mehr als das. Er ist verbunden mit Intuition und dem Herzen.
    Erst dann macht Sprache Sinn und ist belebt.

    Zum Beispiel. Ich glaube an die Macht des Wortes, aber es ist nicht das Wort an sich, das die Macht hat; man kann es eher mit einem Gefäß bezeichnen, das fähig ist Energien aufzunehmen/zu leiten. Nehmen wir ein Mantra. Ein Wort, das uns etwas bedeutet, wir wiederholen es und vertiefen unser Verständnis der Bedeutung des Wortes. Wir können spüren, ja sogar messen, was für Auswirkungen das auf uns und unsere Umwelt hat! Mit dem Verstand so wie wir ihn meist verstehen hat das aber nicht wirklich etwas zu tun.
    (War das zu wirr? Oder zu abseits des Themas?)

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