(13)

Ich bin ein Puzzleteil, ohne rettende Hand im Gesamtbild verloren.

Die Versprechen, die man uns gemacht hat, um uns zu brechen. Während wir blindlings in jeden Abgrund an Hoffnung fielen. Einfielen wie ein feindliches Heer in das gelobte Land der Hoffnung. Immer weiter voran stürmend. Bis wir geschlagen stillstanden vor der Mauer aus Aussichtslosigkeit.

Ausharrend. Wider besseren Wissens wartend auf die Sprengkraft neuer falscher Versprechen.

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8 Gedanken zu “(13)

  1. ganz oft möchte ich dir nach dem lesen etwas schreiben, verwerfe alles wieder, weil ich vieles unadäquat finde und lasse es bei einem «gefällt mir» bewenden. damit meine ich nicht das inhaltliche, sondern das kompakt geschriebene.

  2. So schlimm?
    Ich habe zum Glück auch ein paar echte Versprechen erlebt.

    Die Metapher mit dem Puzzle mag ich, dieses Gefühl kenne ich gut. Nur: Wer, wo oder was ist diese „Hand“? Sind es die andern? Etwas göttliches? Ich selbst womöglich – ein weiser Teil meiner selbst?

    Danke für die Inputs.

    1. Es ist ja nicht auf mich persönlich gemünzt. Immer wieder werden Menschen mit falschen Versprechen gebrochen, weil man ihnen immer wieder, überall verspricht, wenn sie sich anpassen, wird alles gut.

      1. Ja, das stimmt … und ich frage mich, warum wir (Menschen allgemein) immer wieder der Versuchung erliegen, uns mit falschen Versprechungen (Politik …) zufrieden zu geben.

  3. Diese Zeit in die wir hineingeboren wurden hatte viele falsche Versprechungen, manche gaben wir uns sogar selbst und konnten sie dann nicht halten. Versprechen und Wünsche sind wankelmütige Gesellinnen, sie wollen wohl durchdacht sein.
    Nur die Mauer, die akzeptiere ich nicht und damit auch nicht die Aussichtslosigkeit … es gibt Vergeblichkeiten und es gibt Sackgassen, ja, aber es gibt auch immer Kehrtwenden …

    es arbeitet noch in mir, danke dafür und herzliche Grüsse
    Ulli

      1. Ich lese Zurzeit Ulla Hahn: „Das verborgene Wort“, wie sich hier das Mädchen widersetzt ist unglaublich und erinnert mich auch an mich. Ich habe wegen meiner Widerspenstigkeit, meinen Widerworten und meinen Fragen so einiges einstecken müssen, das nicht spurlos an mir vorüberging, was mich aber im nachhinein bestätigt, dass es gut war, nur so konnten sie mich nicht brechen! Widerstand heisst ja, das Gegebene nicht blindlings anzunehmen, sondern zu hinterfragen und nach anderen Wegen Ausschau zu halten, dass ich mich dabei auch hier und da verbrannt, verrannt habe, gehört wohl dazu …

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