Eitelkeit

„Es gibt Projekte, die ich schon seit Jahren vereitle. Und es ist nicht im geringsten ein Zufall, dass in diesem Begriff das Scheitern und die Eitelkeit sich vereinen. Was bedeutet, dass der Begriff „vereiteln“ mehr als alles andere (ein schönes Wort, ein treffender Ausdruck etc. pp.) eine Erklärung ist. Den Grund nennt, der ca. 90 Prozent allen Scheiterns zugrunde liegt. Die Eitelkeit. Die Leere eines Egos, das es nicht versteht, von sich abzusehen.“

Das habe ich vor mittlerweile zwei Jahren geschrieben. Es ist ungebrochen aktuell. Was nicht heißt, dass es zwei Jahre lang Stillstand gegeben hat. Es ist wohl vielmehr so, dass man sich kreisend um die Erkenntnisse, um die Lektionen, die man zu lernen hat, bewegt. Ich bleibe dran. Es zu erkennen, ist der erste Schritt, aber ein Ziel kann nicht erreicht werden, höchstens das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Dann kann man im besten Fall jeden einzelnen Schritt würdigen und sich am Weg erfreuen, sogar ab und zu vergessen, wohin er führt.

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7 Gedanken zu “Eitelkeit

    1. Es ist ja im Grunde genommen wieder die Frage der Hingabe, in einer anderen Gestalt dieses Mal. Wenn ich mich einer Aufgabe, einer Tätigkeit hingebe, ist das Ego außen vor, dann tue ich die Dinge um ihrer selbst willen, sobald ich sie jedoch um meiner selbst willen tue, um Anerkennung, Klickzahlen, Bewunderung, oder was auch immer zu bekommen, ist es eine eitle Tätigkeit, die das Ding an sich vereitelt.

      1. ah, ja, verstehe, so macht es sinn.
        allerdings glaube ich, dass es kaum möglich ist, so sehr von sich abzusehen, dass man die dinge ausschließlich um ihrer selbst willen tut. es wird immer ein wechselspiel sein. wahrscheinlich ist die herausforderung, sein ego so weit wie möglich außen vor zu lassen. wie so oft kann es immer nur ein annähern sein, denke ich. dafür sind wir zu sehr subjekt(iv).

  1. ich lese hier immer wieder mit und habe wahrscheinlich noch nie einen kommentar hinterlassen.
    jetzt möchte ich dir sagen, dass ich deine seite klug (auch fürs auge so wohltuend gemacht) und deine sätze sehr anregend finde.
    besonders deine gedichte haben es mir angetan.

    hier komme ich immer wieder sehr gerne zurück!

    mit lieben morgengrüßen
    gabriele

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