12. Januar

Im Moment habe ich weder Zeit noch Lust zu schreiben, dabei gibt es viel, worüber ich mir schreibend Klarheit verschaffen möchte. Gestern abend ein Vortrag über Rassismus insbesondere hier in der Region. Erschreckend, wie viel da passiert, wie subtil oder auch weniger subtil, an wie vielen Stellen, die man wahrnimmt, aber auch an anderen, die ziemlich verdeckt bleiben, aber nicht weniger wirkmächtig.

Kann man es beruhigend finden, dass die Anzahl von Menschen mit rechtsradikalem Gedankengut nicht zugenommen hat, sondern die vermehrte Wahrnehmung darauf zurückzuführen ist, dass die Hemmschwellen drastisch gesunken sind? Kann man Menschen, die so unverholen und öffentlich im Netz hetzen wirklich nicht zur Verantwortung ziehen? Ebenso wie die Täter von der Silvesternacht? Ohne deswegen in fremdenfeindliche oder islamophobe Ressentiments zu fallen?

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5 Gedanken zu “12. Januar

  1. Ich glaube, man kann es. Obwohl es keine Frage mehr nur des des Könnens ist, sondern des Müssens. Bevor alle Dämme gegen die sittliche Unanständigkeit, den Sexismus, den Rassismus brechen.

    1. Ja, das sehe ich genauso. Es ist ein Muss. Und für mich wäre ein starker Staat einer, der jetzt spätestens (nachdem es viel zu lange versäumt worden ist) die Strukturen schafft, die notwendig sind, um den Spruch der Kanzlerin „Wir schaffen das“ auch wirklich umsetzen zu können. Schöne Worte allein genügen nicht, es müssen Wohnungen her, Sozialarbeiter, Psychothreapeuten, Sprachkurse, und natürlich endlich wieder mehr Personal für die Polizei. Also eigentlich „nur“ die Grundlagen schaffen um umzusetzen, worüber weitesgehend Konsens besteht. Statt Energien in überflüssigen Diskussionen verdampfen zu lassen.

  2. Man kann und muss es. Ich lasse mir ja auch nicht nehmen die Politik Israels zu kritisieren, deswegen habe ich ja nichts gegen den jüdischen Glauben. Mir wird da viel zu viel vermischt. Politische Korrektheit heisst doch nicht Sahnehäubchen über Misthaufen zu sprühen …
    du merkst es, ich empöre mich schnell bei diesem Thema!

    1. Ich wünsche mir endlich eine glaubhafte Haltung, das wäre für mich ein starker Staat, der die Strukturen und Voraussetzungen schafft, um geltendes Recht durchzusetzen. Allein immer wieder mantrahaft zu wiederholen: „Wir schaffen das“, genügt nicht mehr.

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