Der Unterschied zwischen Selbstbehauptung und Selbsterkundung

Nachgestellte Emoticons als Vorbild für den Gesichtsausdruck bei Selfies, führen zu einer Demokratisierung des Gesichtsausdrucks und machen uns auf diese Weise gleich. Nicht im Sinne von auswechselbar, ununterscheidbar, sondern unabhängig von Stand, Nation, Milieu und sonstiger Dünkel. So verstehe ich die These des Kunsthistorikers Wolfgang Ulrich, zur Ausstellung „Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie“ in Karlsruhe, in der SZ von Kia Vahland nacherzählt.

Der Unterschied zwischen Selbstbehauptung und Selbsterkundung, oder wie das Kia Vahland in ihrem Artikel präsziert: „Große Selbstporträts in der Kunst sind keine Ich-, sondern Menschheitsbilder.“

So ist es auch mit der Literatur. Es gibt die Bücher, die Texte, die etwas behaupten, und die, die aufrichtig sind, so aufrichtig, dass man sich als Leser aufgehoben fühlt, zu Hause, geborgen. Vielleicht sogar verstanden.

 

 

 

 

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