20. Oktober

Zum Frühstück Nachrichten von der Pegida Demonstration und Gegendemonstration gestern gelesen. Von den Ausschreitungen. Abscheu und Angst. Die Frage, warum sich alles radikalisiert, warum es nicht gelingt, Gespräche zu führen, sich friedlich und konstruktiv auseinander zu setzen.

Vielleicht ist das der nächste Entwicklungsschritt, der den unsere Kinder bewältigen müssen, und wir haben immerhin erreicht, dass sich frühzeitig massiv Widerstand formiert.

Und zum Trost noch dieses Gedicht, das heute Text des Tages auf Fixpoetry ist.

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10 Gedanken zu “20. Oktober

  1. Das ist eine sehr spannende Frage. Vielleicht ist es die Aufgabe der nächsten Generation? Hm. Ich weiß es nicht, bleibe dafür am Begriff „auseinandersetzen“ hängen. Wenn man sich doch nebeneinander und zueinandersetzen könnte als immer weiter auseinander.

    1. Nein auseinander ist schon richtig. Und wichtig. Damit man den anderen ansieht, so wie er ist, statt ihn sofort auf die eigene Seite ziehen zu wollen, man muss das schon aushalten, dass es Meinungen gibt und Ängste, die man selbst nicht teilt, und das vielleicht nicht würdigen, aber den Menschen dahinter ernst nehmen und versuchen, ihn zu verstehen, ins Gespräch zu kommen…

      1. Ja, schon. Aber dieses elitäre Sich-separieren und seine Meinung als die einzig Richtige denken, macht eben eine wirkliche Diskussion schier unmöglich. Ich meine mehr die Haltung von Sich-zusammensetzen, die Bereitschaft, im Sinne des Ganzen, eine Lösung finden zu wollen. Die fehlt. Da ist es eben eine Auseinander-Setzung ohne Zueinander. Aber ich verstehe schon, was du meinst. Ich spinne hier nur weiter …

  2. auch in der schweiz kennen wir seit vergangenem sonntag (eidgenössische wahlen) diese polarisierung in rechts und links. folge: verlust an lösungsorientierter gesprächskultur und blockaden bei der sozial- und migrationspolitik. auf dem weg des lösungsorientierten suchens werden fortan noch mehr unverrückbare steinblöcke im weg liegen.

      1. ohje ohje, ich weiß auch nicht, auf einen anderen planeten vielleicht oder doch besser dableiben und warten

  3. Zunächst einmal danke für den Link zu standing man … das Gedicht finde ich beeindruckend und sagt so viel, ich sehe einen Stummfilm vor mir ablaufen und rundherum „tobt“ ein Volk- Volk allein ist jetzt für mich zu einem Unwort geworden, ich mag es nicht mehr hören, dieses, wir sind das Volk … obwohl wir es ja sind und wir sind es eben auch, die in diesen Tagen aufgerufen sind uns querzustellen, laut zu werden (wie ja schon geschrieben) und jede und jeder mit den eigenen Mitteln zeichen zu setzen- die nächste Generation wahrscheinlich auch noch-
    die Krux aber ist, dass viele dieser Wir-Volk-Menschen gar nicht reden wollen oder können, sie wollen die Gewalt, wie ich schon sehr schmerzlich in den 1990iger Jahren erfahren musste. Was macht man, wenn manche nur zutreten, nichts hören, nichts sehen? Ich habe immer noch keine Antwort. Weil ich sie weder ignorieren kann, noch bereit bin ihnen zu viel Raum zu geben.
    es gibt wunderbare Gesprächsmethoden, GFK, Council … die auch funktionieren und die verschiedenen Meinungen herausstreichen, Verständnis entstehen lassen, aber mit wem, in diesem Fall?

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