03. August

Das Schreiben, das einfach nicht mehr statt findet. Ein scheinbar natürlicher Vorgang. Unter dem ich nicht einmal leide, der mich nur irritiert.

Es gibt nichts mehr, das ich einfach formulieren könnte. Nur immer wieder Fragen, die auftauchen, Fragen, denen nachzugehen sich durchaus lohnen würde. Warum ich es dennoch nicht tue? Viele Theorien, die meisten haben mit Zweifel zu tun, mit diesen Geschichten, die, weil wir sie uns so unermüdlich selbst erzählen, stärker werden als die Wirklichkeit.

Aber auch damit, dass Sommer ist, dass wunderbare Begegnungen stattfinden, dass so viele schöne Dinge geschehen, die einfach zu privat sind, um sie teilen zu können. Jedenfalls jetzt und direkt.

Ob das etwas mit „Qualität“ zu tun hat? Ob also etwas dran ist an diesem Satz, den André Spiegel unter dem Eintrag vom 01. August in seinem Blog „fortlaufend“ notiert hat; „Es dürfte beim Lesen – aber noch viel entschiedener beim Schreiben – überhaupt nicht auf etwas so vordergründiges wie Qualität ankommen.“

7 Gedanken zu “03. August

  1. Ach ja, dieser Meinung bin ich auch – oder versuche es zumindest – wenn wir alle diesen Versuch machen täten, diesen Qualitätszwang (was ist das schon, Qualität, weiß eh niemand, wer macht da die Regeln?) – also, wenn wir das weglassen täten, wie viel unbelasteter wären wir dann und wieviel freier… unglaublich! Laß es uns doch versuchen, immer und immer wieder! Liebe Grüsse!

    1. Ich plädiere für eine Mischung; zunächst ohne den Gedanken an Qualität schreiben, aber dann im Nachgang durchaus noch einmal nachschauen, ob das, was da entstanden ist, in die Welt hinaus soll, oder doch lieber in der Schublade oder im Papierkorb bleibt.

  2. Dem stimme ich zu: alles hat seine Zeit (und seinen Ort)… Aber die Qualität des Schreibens und Wahrnehmens beim Lesen, die finde ich schon wichtig… Hier bei WordPress finde ich sie, wo andernorts Essensfotos und andere Oberflächlichkeiten grassieren…

    1. ja, das war, was mich zunächst so irritiert hat, Qualität als etwas Oberflächliches? Aber dann tauchte beim Schreiben dieser kurzen Notiz eben die Frage auf; vielleicht ist es das, was wirklich „Wertvolles“ häufig verhindert, dass man sich bevor man überhaupt schreibt, Gedanken über die Qualität macht.

      1. Das denke ich auch, in die Tiefe fühlen oder in die Weite denken ergeben schon gute Chancen auf les- und fühlbare Qualität…

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