Dreh dich nicht um

Alles ändert sich. Selbst du. Selbst dein Denken, dem an allen möglichen Stellen die Enden abgeschnitten werden. Etwas richtet sich auf, du selbst aber bleibst liegen. Tödlich getroffen, weil dir keiner schenkt, was du dir selbst nicht geben kannst.
Die Zeit, hat man dir früher erzählt, heilt alle Wunden. Dass sie es tut, indem sie neue reißt, macht den Satz nicht zu einer Lüge. Dreh dich nicht um. Was hinter dir liegt, holst du nie mehr ein.

 

7 Gedanken zu “Dreh dich nicht um

  1. ICH, so dachte auch ich heute noch einmal, ist keine Konstante, wie wohl eigentlich nichts im Leben …
    dein Text trifft mich gerade mitten in meiner momentanigen Gefühlswelt und lässt mich nicht wirklich fröhlicher werden und trotzdem bin ich dir dankbar!

  2. „Dreh dich nicht um. Was hinter dir liegt, holst du nie mehr ein.“ ja, in diesem zusammenhang ist das sich-nicht-umdrehen schlüssig und stimmig. aber ich denke, dass in anderen zusammenhängen das (sich konfrontierende, betrachtende, vielleicht auch analysierende) umdrehen eine bedingung für heilsames „lassen“ ist.

  3. und trotzdem – was zählt ist JETZT. hier. du!
    ich schicke dir sonnige sonntagabendgrüße aus meinem garten 🙂 und bin tief berührt von deinem text.

  4. Besonders der letzte Satz, aber alles eigentlich, geht mir nahe. Ja, nein, murmelts in mir.
    Umdrehen ist so viel einfacher als vertrauen.
    Danke für deinen Input!

  5. Wie ein so kurzer Text mit wenigen Zeilen mich in eine große Traurigkeit reißen kann, eine, die nicht meine ist, eine die mitklingt. Die Fortsetzung der singenden Schienen.

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