(46)

Meine Sprache, die an mir bricht, verborgen, begraben wird durch meine Überzeugungen, durch die Überheblichkeit, deren Zeuge ich bin. Wallace Stevens sagt: „Dinge, die wir sehen, sind Dinge, wie wir sie sehen.“ Das ist unsere Macht, die gleichzeitig unsere Ohnmacht ist. Ein kluges Verweilen in den Zuständen. Zwischen Mitleid und Angst. Zwischenräume, in denen Tausende ertrinken. Am Ufer unserer Wohltätigkeit. Der Mangel, das sind wir. Diese Unfähigkeit hinzusehen, zu handeln, zu teilen.

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4 Gedanken zu “(46)

  1. Der Mangel, das sind wir. Oh, da triffst du es genau. Ein Satz der weh tut, weil er so wahr ist. Hier verstehe ich ihn vor allem im Kollektiv, gesellschaftlich gemeint.
    Danke!

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