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Immer wieder diese Frage, was Literatur ist, wo sie sich befindet, wie sie in Zeit und Raum wahrgenommen wird und sich selbst verortet. Scheinbar ist da gerade ein großes Bedürfnis, sich selbst zu vergewissern.

Ein Bedürfnis, das ich vielleicht etwas zu gut nachvollziehen kann. Das der Boden ist, auf dem meine Schwierigkeiten und Unsicherheiten gedeihen. Dieses unbewusste Schwanken zwischen dem Wunsch, dazu zu gehören, und dem Wunsch, endlich nicht mehr dazuzugehören zu wollen. Denn ich bin ja wirklich in nichts eingebunden, aber mir fehlt auch das Selbstbewusstsein von einem Ort, der außerhalb liegt, zu sprechen. Ich bin keine Dichterin, ich bin keine Literaturwissenschaftlerin, ich habe keine Poetologie, nur meine Neugier und die Liebe zur Sprache. Und leider (diese Art von Überfluss): meine Unsicherheit.

 

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