(35)

Drei Frauen, rote Gesichter, aufgeregt. Am Tisch dahinter zwei Männer, konzentriert, aufmerksam. Der Unterschied: die Frauen reden über Verletzungen. Missverständnisse. Die Männer über ein gemeinsames Projekt.

Das Paradoxe meiner Situation: es überfordert mich, dass alles sich so schnell verändert, und ich habe das Gefühl, mich selbst nicht ändern zu können. Veränderung ist lebendig, aktiv. Funktionieren dagegen statisch.

Wir wollen alle gesehen und wahrgenommen werden. Umso mehr, je weniger wir uns selbst sehen und wahrnehmen können.

Advertisements