Ilse Aichinger

Ein jeder bewohnt mehrere Zimmer in einem geräumigen Haus, versteckt seine einfältigen Gedanken und sucht nach wie vor Trost bei den Bäumen.

Eine aber entscheidet sich für die Küche der Großmutter, wo sie Worte solange verwirft, bis nur noch das Notwendigste auf dem Papier steht.

Die Not und wie sie jeden Tag verwandelt. Die Hingabe, die die Eitelkeit besiegt.

Sie spricht so klar, dass es vielen wie ein Rätsel erscheint. Ihr Verschwinden birgt die größte Präsenz.

4 Gedanken zu “Ilse Aichinger

  1. Ein Zitat oder eine Hommage von dir an Ilse Aichinger? Wie auch immer: Ein Text, der mich sehr unmittelbar anspricht. Weil er so klar ist. Wie dieses Gefühl, wenn man nach einer schweren Grippe wieder gesund ist.
    Danke dafür!

  2. Dieser Text passt ganz wunderbar zu Deinem Blogbild (die drei Personen am Frühstückstisch). Größte Präsenz im Verschwinden… für mich auch irgendwie die Essenz dieses Bildes.

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