Überwachtes Netz und kleine Hirne

„Sie versuchen die Sache mit der Totalüberwachung immer abstrakt zu halten, so dass die normalen RTL 2-Kleinhirne sofort abschalten. Und in den etablierten Medien findet es als Thema abseits von Sascha Lobos Kolumnen bei SpOn gleich gar nicht mehr statt. Interessiert keine Sau mehr. Wer war nochmal dieser Edward Snowden? Stattdessen Terrorgefahr, hasch mich ich bin der Islamist, Supergrundrecht olé. “

Schreibt der Kiezneurotiker, zu diesem Buch. Und ich zitiere das hier, weil ich mich angesprochen fühle, weil ich nämlich auch viel zu schnell dicht mache, wenn es um dieses Thema geht. Versteh ich nicht, überblick ich nicht, geht mich nichts an, so in etwa verläuft dann meine Logikkette. Um so wichtiger, dass mir das mal wieder einer bewusst macht.

In diesem Sinne möchte ich mich für den Tritt in den Hintern bedanken.

 

 

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6 Gedanken zu “Überwachtes Netz und kleine Hirne

    1. Ja, das war blöd, es ist ein Zitat von Markus Beckedahl, der schreibt, wir sollten uns für den Tritt in den Hintern, der von Snowdens Enthüllungen ausging, bedanken. Ich habe jetzt einfach noch einmal auf die sehr lesenswerte Seite „Netzpolitik“ verlinkt. Danke für den Hinweis.

  1. der begriff „RTL2-kleinhirne“ gefällt mir 🙂
    aber du hast recht. ich schalte auch zu schnell ab, wenn es um dieses thema geht. weil ich mir immer denke, sollen sie doch meine daten auswerten. was wollen sie damit? mein netzverhalten ist wahrscheinlich stinklangweilig 🙂
    aber auch ich sollte einfach mehr drauf achten und hinhören.
    liebe grüße von mir!

  2. Ja, vielleicht stimmt es – mein Netzverhalten ist langweilig. Und interessiert niemanden. Bis ich eines Tages etwas unerwartetes tue. Das wird dann registriert. Und das ist dann spannend. Ich glaube, so funktioniert das irgendwie. Mir ist das unheimlich. Ich mag es nicht, darüber nachzudenken. Ebensowenig, wie ich denken kann, dass es Menschen gibt, die absichtlich schädliches tun. Solche Gedanken tun mir körperlich weh und seelisch auch.
    Puh. Ich weiss auch nicht, wie man damit am besten umgeht.
    Danke dir für deinen Tritt in meinen Arsch.

  3. Ich sehe es genau wie Soso: Niemand interessiert sich für meine Daten, bis ein paar unkontrollierbare Konstellationen zusammenkommen und eine neue Konstellation bilden. Dann werd ich interessant, und die Folgen sind unabsehbar. Da ich nichts dagegen tun kann, mache ich es wie du: Ich ignoriere es. Und hoffe, dass ich und meine Lieben bis ans Lebensende uninteressant bleiben.

  4. Ja, aber genau das ist ein großer Fehler. Wir sollten dieses Medium, von dem wir so viel profitieren können, verteidigen, statt die Augen zu schließen, und zu sagen, es geht uns nichts an, was angeblich zu unserem Schutz damit gemacht wird. In Paris hat man doch den Beweis gesehen; die Täter waren längst bekannt, aber es gab kein Personal, um sie zu überwachen, überall wird Personal abgebaut, bei der Polizei in vorderster Front, und um das zu kompensieren, werden wahllos Daten über alle und jeden gesammelt. Ich weiß auch nicht, wie man am besten damit umgeht, aber sich überhaupt damit auseinander zu setzen, ist auf jeden Fall ein guter erster Schritt!

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