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In Sterben schreibt Knausgard über einen alten Dichter, den er als Student interviewte: „Er war über achtzig Jahre alt, aber in ihm war nichts gestorben oder erstarrt, was das Leben im Grunde viel zu schmerzhaft macht, denke ich heute.“

Die Schmerzen berauschen sich an meinem Körper. Rasen.

Es wird nicht still in mir. Ganz im Gegenteil. Da ist der Widerhall von etwas, vor dem ich mich so sehr fürchte, dass ich beständig behaupte, es nicht zu fassen zu bekommen. Von dem ich ablenke. Das mich umkreist und meine Schritte immer unbeholfener, immer schleppender werden lässt.