09. Januar

In Paris ist gestern wieder eine Polizistin erschossen worden, die Verdächtigen vorläufig identifiziert, aber nicht gefunden. Marine le Pen fordert die Wiedereinführung der Todesstrafe, die CSU die Vorratsdatenspeicherung, Pegida sieht seine Ängste durch die Tat gerechtfertigt. Niemand scheint sich zu schämen, Profit aus dem Attentat zu schlagen. Erste Anschläge gegen muslimische Einrichtungen hat es bereits gegeben. Die Bertelmannstiftung veröffentlicht eine Studie zur Akzeptanz von Muslimen in Deutschland und auch hier zeigt sich, dass dieses Land von irrationalen Ängsten beherrscht wird.

Noch sind diese Stimmen nicht lauter als die, die von der Notwendigkeit sprechen, jetzt erst Recht zusammen zu rücken, für Meinungsfreiheit und ein friedliches Miteinander, gegen Spaltung, Fremdenhass und Gewalt.

Das Bild von dem Mädchen in Paris, die dort sitzt mit ihrem Schulheft und Zeile um Zeile füllt, mit immer dem selben Satz.

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Woher kommt diese Faszination für Rembrandt, für die alten Meister? Das Licht und die Feinheit der Züge. Der Eindruck, dass es beständig dunkel ist auf diesen Bildern, el Greco, Rembrandt, der Hintergrund, die Kleidung. Ganz anders als bei Bosch mit seinen albtraumhaften Gestalten, die sich im Licht baden, in Helligkeit ausbreiten. Was liegt bei den einen im Dunklen, was wird bei den anderen ins Licht gesetzt?

Licht und Wasser. Die Unfähigkeit meines Denkens so leuchtend und durchsichtig zu werden.