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Jeden Nachmittag das Vorhaben, die Zeit abends zum Schreiben zu nutzen, und genauso regelmäßig die Nichteinlösung des Vorhabens. Weil die Schmerzen so ermüden, jegliche Energie rauben und Schlaf das einzige Mittel ist, ihnen wenigstens ein paar Stunden lang zu entkommen.

 

Es gibt Fotos aus meiner Kindergartenzeit. Ich sitze mit anderen Kindern bastelnd am Tisch. Trotzdem sieht man die Isolation. Klar und deutlich.

 

Der Herzschlag, der Körper, der alles leistet. Jeden Tag sein Bestes tut, während sich Traurigkeit in seinen Zellen ablagert.

 

Die Beweglichkeit ausbilden, am Rand der Vernunft.

 

Im übrigen die Nachrichten ausblenden. Das Elend der Flüchtlinge, Pegida, die toten Schulkinder in Pakistan, die Lage in Russland, das Leid in Syrien und hier in den Asylantenwohnheimen.

Mich verschließen und wieder öffnen.

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