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Es gibt keine Eindeutigkeiten. Das Selbst muss man loslassen, um frei zu sein. Sich selbst darf man nicht aus der Hand geben, um sich nicht zu verlieren. Beides ist wahr.

Ebenso verhält es sich mit der Gleichgültigkeit. Die mir das Gefühl von Freiheit gibt, die gleichzeitig das Schlimmste ist, was passieren kann. Ein Ende der Gefühle, ein Ende der Ambivalenz.

Ebenso hier im Blog. Das Exhibitionistische immerzu von sich zu reden, wahrgenommen werden zu wollen, während doch andererseits die Notwendigkeit besteht, unbeeinflusst von außen ernsthaft zu arbeiten. Abgeschlossen und geduldig.

 

Anfangen und dranbleiben. Weil alles da ist, und es nur darum geht, dran zu kommen, zu graben und dann den Staub, den Dreck abzuklopfen, bis das, was eigentlich ist, der Kern, sichtbar wird. Das Überflüssige entfernen, ohne den Kern zu beschädigen. Darum geht es beim Schreiben.

 

Das Leben ist irgendwo da draußen, wo einem die Überheblichkeit nicht in jeder Pore steckt.