12. Dezember

Wer ich gewesen bin und wer ich in Zukunft sein werde. Und wovon das abhängt. Mein erstes Tagebuch habe ich mit neun Jahren begonnen. Ich weiß nicht, worum es mir damals ging, vermutlich allein um die Schrift, um dieses Gefühl, dass ich die leeren Seiten mit Zeichen füllen konnte.

Und natürlich ist das hier kein Tagebuch, auch wenn es unter der Kategorie Tagebuch steht, es ist eine ganz kleine Auswahl dessen, was ich öffentlich machen will, wobei ich merke, wie ich dabei Schritt für Schritt weiter gehe. Unsicher und immer wieder entmutigt durch Vergleiche. So, denke ich, wie E.A. Richter in seinem Gedicht über die Tischlerplatte müsste man die Vergangenheit aufarbeiten, oder so wie Sus Rawitz sich selbst und seine Überlegungen zelebrieren.

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4 Gedanken zu “12. Dezember

  1. … und immer wieder entmutigt durch Vergleiche-
    liebe Mützenfalterin, wie ich das kenne und wie oft ich mir dies schon verboten habe und sie dann doch wieder greifen. Mut ist ein flüchtig Ding, ganz so wie das Glück!

    liebe Grüsse

  2. Die letzten Tage war es sehr stumm in mir. Ich las viel bei Anderen und fühlte mich immer kleiner und kleiner werden, weil die Vergleiche und damit die Zweifel nicht aufhörten. Vergleiche können etwas Ertränkendes haben. Irgendwann überkam mich dann plötzlich, wie aus dem Nichts, die Erkenntnis, dass das alles nicht wichtig ist. Dass eigentlich überhaupt nichts wichtig ist, ausser das Gefühl, dass mein Fühlen und Handeln und Wahrnehmen zunehmend übereinanderkommen und stimmig werden. Diese Erkenntnis wünsche ich auch dir.

    Im 284. Poetryletter stand, dass wir nicht wissen, dass Atlantis kein Kontinent, sondern ein Zustand ist. Dieser Poetry-Letter ziert seit einer Weile meinen Desktop-Hintergrund und ich glaube, ich verstehe mehr und mehr die Tiefe dieser Aussage.

  3. Vergleiche sind gefährlich, sobald wir vergleichen, haben wir schon verloren, ich weiß, ich darf es nicht tun und tue es oft und verliere mich und meinen Weg sowieso. Habe gerade bei Fernando Pessoa gelesen: „Sieh nicht auf die Straße, folge ihr bis zum Ende“.

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