09. Dezember

Gekränkt von der Art und Weise, wie E. gestern reagiert hat, als ich sie freudig überrascht begrüßte, verunsichert, weil auch S. sich nicht, wie vereinbart, meldet. Aber andererseits auf einmal Aufsätze, Berichte, Essays zum Wasser finden, einfach so, ohne gesucht zu haben, merken, wo viele Fäden schon lange mitlaufen und dass sie jetzt vielleicht, wenn es mir gelingt dran zu bleiben, zusammenlaufen können, ein Muster ergeben.

Wie sich das lebenslänglich wiederholt, der Vorgang der Geburt, das schmerzhafte Ausbrechen aus Orten, die zu eng geworden sind.

Die Notwendigkeit, mit dem Bloggen aufzuhören, um mich endlich wieder langfristig auf etwas konzentrieren zu können, und die Unmöglichkeit, so ganz ohne Austausch (auch ohne Bestätigung) zu bleiben.

Aber alles soll gewagt sein… Die Frage ist nur, wie fange ich es an. Viel leichter vermutlich, als ich mir weismachen will.

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19 Gedanken zu “09. Dezember

      1. Leicht will ich es dir auch nicht machen 🙂 Um ein wenig tiefer in die Kiste der Verehrung zu greifen: Ich liebe die Verlässlichkeit deiner Themen, vor allem deine Betrachtungen, Einsichten und tiefen Gedanken zum Meer, die mit der Zuverlässigkeit von Ebbe und Flut kommen und gehen und wiederkommen. Von der sprachlichen Kunst und Präzision ganz zu schweigen, die mir in vielerlei Hinsicht Vorbild geworden sind. So, just stay another big round ……

      2. Herzlichen Dank. Ich freue mich wirklich sehr sehr sehr über Deine Worte. Allerdings werden die Insel und Meertexte ohnehin länger pausieren, da die Inselmacher andere Projekte verfolgen im nächsten Jahr. Und ich könnte hier ja vielleicht einfach etwas kürzer treten, ohne gleich ganz zu verschwinden…

  1. Ich würde dein Blog sehr vermissen, respektiere aber deine diesbezüglichen Gedanken. Manchmal braucht es solche Umbrüche, Neuanfänge. Und wenn es das ist, was du brauchst, um mehr dein Ding zu finden, dann tus. Mailen können wir ja trotzdem …

  2. liebe mützenfalterin, auch ich kann deine überlegungen so gut nachvollziehen und – auch ich fände es schade, dich hier nicht mehr zu lesen. das wollte ich dich wissen lassen. – pegagrüße

  3. Ein paar lose Gedanken dazu:

    – „… das schmerzhafte Ausbrechen aus Orten, die zu eng geworden sind.“
    Ja! Unbedingt!

    – Manchmal lassen sich Orte dehnen, stellen sich ihre vermeintlichen Begrenzungen als erstaunlich flexibel heraus, zeigen sich Öffnungen wie auch Verbindungen nach „draußen“ …

    – Ausbruch – Aufbruch, wie ähnlich sich die beiden sind …

    – Die Sehnsucht nach Weite geht dennoch immer Hand in Hand mit der Sehnsucht nach einem bergenden Ort, glaube ich. Aber wo der liegt … Das Meer in uns …

  4. Natürlich muss man Reisende gehen lassen aber man darf sie trotz allem vermissen und sollte soetwas auch sagen. Komm gut an, wo immer Du auch hin willst. Hier bist Du immer willkommen.

  5. Ich bedauerte es sehr, gingest du hier fort, und gebe zu bedenken, daß ein Blog durchaus der Fokussierung auf etwas Größeres dienen kann. Ich selbst bin mit meiner kleinen Form allerdings im Vorteil, da der Zeitaufwand – nimmt man die Präsenz in sozialen Netzwerken aus – recht überschaubar bleibt. LG tinius

  6. ich fand in diesem Jahr das Sowohl-als-auch, lange schon gedacht, aber noch nicht gelebt, nicht so konsequent. In der Weite war es verborgen und begleitet mich nun durch die Tage und Nächte. Genau das wünsche ich mir auch für diesen Blog, das er weiterlebt und dann wieder schweigt, wenn es nichts zu sagen gibt. Ich würde dich, deine Gedanken und feinen Wortgespinste sehr vermissen, liebe Mützenfalterin!

    herzliche Grüsse Ulli

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