Lesetagebuch Anne Carson

Am Donnerstagabend lag Carsons „Anthropologie des Wassers“ im Briefkasten. Seitdem wieder Staunen, Ehrfurcht, Freude.

Ihre Geschichte, ihr Tagebuch über das Pilgern, ist – wie ihre Texte allgemein, wie ihr Denken selbst – ein Bericht über das Unterwegssein, über den Fluss der Gedanken.

Während meine Gedanken springen, seltener rasen, aber (scheinbar) immer auf der Flucht sind (wovor?).

 

Man muss von dem Ort aus aufbrechen, an dem man sich befindet. Gleichgültig, ob er einem zusagt, oder nicht. Jeder andere Ort, von dem man aufzubrechen versucht, führt ins Nichts. Also nicht einmal in die Irre. Ein Ort, an dem alles ist, der sich aber vollständig verschließt. Ein Ort, der nichts als Lähmung in Bewegung setzt.

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