Traum vom Meer

Traum vom Meer - Isla volante

Traum vom Meer – Isla volante

Mit jeder Welle näherte ich mich der Ferne, dem Horizont, dem: es-gibt-kein-zurück. Die Möwen über mir spendeten mir Schatten, umkreisten mich ratlos und drehten ab. Ich ließ mich treiben, ich ruderte, ich verlor langsam das Ufer aus der Sicht. Noch ein paar Züge, dann versank ich so tief in meinem Traum vom Meer, dass nichts mehr in mein Bewusstsein drang.

Advertisements

3 Gedanken zu “Traum vom Meer

  1. Flucht, Auflösung, Todessehnsucht?
    Ich möchte dranhängen:
    Komm zurück! Bleib bei Dir.

    Das Meer, von dem Du schreibst, ist in uns. Wenn wir wegtreiben, sind wir verloren. Es ist schön und es ist wahr und grausam und gefährlich.

    Ich hatte einen Freund, er war Künstler, der sich intensiv mit der Grenzenlosigkeit des Meeres, seinem Licht- und Farbspiel und Glitzern und Glänzen befasst hatte. Einmal schwamm er ins Meer hinaus, schwamm dem Horizont entgegen und kam nie wieder. Das Meer hatte ihn eingesogen, eine launische Strömung. Er starb unter der Abendsonne.

    Er war ein schöner, melancholischer Mann. Das Meer in ihm, sein Leben, hatte ihn eingesogen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s