Erlösung

Nach und nach sind die Personen aus ihren Gedanken verschwunden. Die Geschichten wurden zunehmend körperlos. Leer, wesenlos. Wie etwas, das sich keine Sehnsucht erlaubt, weil es überall Zerstörung sieht ohne sie zu begreifen.

Sie hat die Regeln vergessen. Das, was den Spielen zwischen den Menschen die Leichtigkeit verleiht.

Was bleibt sind die Bücher. Die somnambulen Gestalten der Duras.

Frauen, die so langsam sprechen als hätten sie ihr Gedächtnis verloren.

Männer, die erschöpft vom Alleinsein, weinen.

Plötzlich weiß sie es wieder. Es geht darum, zu erfahren, was sie sich wünscht. Und zu begreifen, dass es niemals zu erreichen ist. Diesen Widerspruch zu erkennen und auszuhalten, das ist die Erlösung.

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9 Gedanken zu “Erlösung

  1. „…erschöpft vom Alleinsein, weinen.“ Wunderbar ist im Moment für mich der falsche Ausdruck. So etwas trifft. Eine hervorragende Formulierung.

  2. „Plötzlich weiß sie es wieder. Es geht darum, zu erfahren, was sie sich wünscht. Und zu begreifen, dass es niemals zu erreichen ist. Diesen Widerspruch zu erkennen und auszuhalten, das ist die Erlösung.“

    Dieser Satz bzw. Absatz gefällt mir total gut 🙂

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