Wolfgang Herrndorf

Gestern in der Zeit Vorabdruck und Besprechung des Romans, den Herrndorf nicht mehr zu Ende schreiben konnte. Isa hat er ihn in seinem Blogtagebuch genannt, dann hat er sich für den Titel „Bilder deiner großen Liebe“ entschieden.

Er war so fasziniert von seiner Figur, von der in Tschik nur kurz auftretenden Isa, dass er weitermachen musste, wie Salinger, der immer wieder von der Familie Glass schrieb.

Isa das verrückte Mädchen von der Müllkippe. Wer, wenn nicht Herrndorf, dürfte über Verrückte schreiben, darüber wie es sich anfühlt, wenn der Wahnsinn wieder näher kommt und von der Sehnsucht davor zu fliehen, frei zu sein.

Klar ist das Scheiße den persönlichen Hintergrund des Autors in die Lektüre einfließen zu lassen. Vermeiden lässt es sich trotzdem nicht.