Fünfundzwanzig Jahre nach dem Massaker fällt der Schrei der Getöteten und bis heute Verfolgten, in China nicht nur auf taube, sondern auf verwunderte Ohren

Gestern abend habe ich versucht Thai Chi zu lernen. Die „Lehrerin“ war eine Chinesin, die auch immer wieder viel zu der Bedeutung der einzelnen Bewegungen und darüberhinaus zur Weisheit der chinesischen Medizin erzählt hat. Dass dieses Land so voller Widersprüche ist, auf der einen Seite eine große Weisheit, von der wir noch weit entfernt sind, und auf der anderen eine grausame politische Haltung, ist schwer zu begreifen, aber nicht weniger wahr. Bis heute werden Menschen weggesperrt, wenn sie versuchen an das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens 1989 zu erinnern. Davon handelt das Buch von Liao Yiwu, das ich für Fixpoetry besprochen habe.

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5 Gedanken zu “Fünfundzwanzig Jahre nach dem Massaker fällt der Schrei der Getöteten und bis heute Verfolgten, in China nicht nur auf taube, sondern auf verwunderte Ohren

  1. Vielen Dank für den tollen Hinweis. Die Biographie von Liao Yiwu „Für ein Lied und hundert Lieder“ hat mich nachhaltig beeindruckt und schockiert. Besonders die literarische Aufarbeitung seiner Erlebnisse im Anhang. So als könnten erst durch die Gedichte seine Erlebnisse richtig greifbar werden. Mehr kenne ich von Liao Yiwu nicht. Auch die Interviews hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Vielen Dank.

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