eingeschlossen

eingeschlossen in den zauber
des abwehrenden blicks
wächst die angst
wie sieben zwerge um schneewittchens sarg
bewacht sie das wachsende land
in dem nach und nach
das immer gleiche bild
die sicht verstellt

 

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3 Gedanken zu “eingeschlossen

  1. Gefällt mir auch, aber gar nicht leicht zu sagen, was genau es ist. Z. B. die Kombination der Wörter „zauber“ / „zwerge“. Dann die dunkelvokaligen Worte „angst“, „sarg“, „land“ („bewácht […] das wáchsende lánd“), schmallippig, einsilbig, Äußerungen (oder Verschweigungen) eines klaustrophobischen Gefühls. Eine Beklemmung, die sich sprachlich kaum ausbreiten darf, schon schnappt der Schlusskonsonant zu (-t, -g, -d), klemmt sie ein, verkapselt sie. Und mir gefällt der unreine Reim „bild“ / „[ver]stellt“. Wo Schatten Sprache wird, ist noch mehr Schatten, außerhalb des Bildes, jenseits der Worte. Dies alles finde ich hier mitgeteilt. Gut!

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