Geheimnis.

Meine letzten Überlegungen zum Begriff Heimat bestanden darin, dass ich mir bewusst geworden bin, dass ich nach einem Ursprung suchen möchte, nach einem Urgrund dieses Begriffes, um das Wesen der „Heimat“ aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte nachvollziehen zu können. Das ist natürlich ein Unterfangen, das ich nicht in wenigen Tagen, quasi zwischendurch erledigen kann. Ich müsste recherchieren, lesen, überlegen. Das alles braucht Zeit.
Und wäre vermutlich gar nicht zu bewältigen, wenn nicht viele andere Menschen, bewusst oder unbewusst schon seit langem oder gerade eben an genau demselben Projekt arbeiten würden.
Ihre ganz eigene Geschichte dieses Begriffes erzählen. Wie Mary am Meer, die Heimat im Geheimnis entdeckt hat.

Mary am Meer

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Geheimnis ist Grundvoraussetzung für Entdeckung. Das Wort (ver)birgt  sowohl „Heim“ selbst als auch die Aufforderung „Geh Heim!“.

Heimgehen können wir erst, nachdem wir das Bekannte verlassen haben, vom Gewohnten verabschiedet oder ihm entrissen wurden. Der Preis ist das Eingestehen, dass nichts bleibt wie es ist, der Tausch der Sicherheit  gegen die Ungewissheit.

Irgendwann nachdem wir mutig alle möglichen Erfahrungen gemacht haben, den Ballast der inneren Mauern nach und nach auf dem Weg abgeworfen haben*, irgendwann ist es Zeit zurückzukehren. Auf dem Weg in die Heimat erfahren wir das Geheimnis, das man die ganze Zeit in sich trug ohne es zu wissen, obwohl wir es ahnten, manche flüchteten überhaupt nur aufgrund dieser Ahnung, um ihr zu entkommen. Aber wir entkommen nichts, da wir alles in uns tragen.

Zu sagen also, etwas existierte nicht in uns, weil wir es nicht wahrhaben wollen, entweder weil wir ein besseres Bild von uns haben, wir das Ego hinter…

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