Seitenweise Jugend

 

Die Jugend zwischen zwei Seiten legen und dann verzweifelt versuchen, umzublättern.

 

Ich dachte, das wäre ein Anfang.

Es war nicht einmal das.

Nur Stillstand.

Ein wiederholt scheiternder Versuch, mir und meiner Bedürftigkeit zu entrinnen.

 

Manchmal denke ich, meine Schmerzen würden mir fehlen.

Sie sind die einzige Konstante in meinen Leben. Die einzige Konstante, die ich annehme. Mit der ich lebe, ohne Angst.

Es gelingt mir nicht, auszudrücken, was ich meine, was ich denke.

Was eigentlich in mir vorgeht liegt zwischen den Seiten, an die ich nicht herankomme, die ich nicht lesen kann, weil die Jugend zwischen zwei Seiten in einem Buch liegt, das ich seither (seit sie dort liegt), nicht mehr umblättern kann.

 

 

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13 Gedanken zu “Seitenweise Jugend

  1. „Was eigentlich in mir vorgeht liegt zwischen den Seiten, an die ich nicht herankomme“ – das ist auch mein thema. die sache mit dem nicht-umblättern-können ist ein rätsel, das ich gerne eines tages für mich lösen will. ich hoffe, dass es auch dir gelingt. und dass es noch andere konstanten geben kann als der schmerz …

    1. Vielleicht sind die Konstanten gar nicht das wirklich Wesentliche. Oder nur diese eine Konstante; die Liebe. Und beim Rest geht es vielmehr darum, dass alles im Fluss bleibt, in Bewegung.

  2. Solange Angst die einzige Konstante ist, gelingt es nicht, umzublättern. Man braucht jemanden, der einem die Hand hält, den Rücken stärkt. Jemanden, der den Weg schon gegangen ist. Jemanden, der in diese Richtung frei von Angst ist.

    1. Vielleicht genügt es schon, herauszufinden, wovor man eigentlich solche Angst hat. Und wenn man dann auch noch das Kunststück fertig bringt, wirklich zu spüren, dass Angst nur ein Gefühl ist, und keine Tatsache, nichts unumstößliches, und oft genug etwas, das nicht einmal eine wirkliche Grundlage hat, dann kann man vielleicht sogar über die Seiten hinweggehen und warten, bis sie sich irgendwann von selbst umblättern.

    1. Danke sehr. Ich finde manche meiner Texte, gerade in der letzten Zeit, viel zu pathetisch. Es kostet dann einiges an Überwindung, sie tatsächlich zu veröffentlichen, und das fühlt sich auch längst nicht immer richtig an. Dann tut es gut zu lesen, wie das Geschriebene auf die eine oder andere wirkt.

    1. manchmal ist das irrationale vielleicht das vernünftigste… ich glaube es muss tatsächlich ein windstoß sein, und vermutlich ist dieser hauch längst da gewesen, nur irgendetwas in mir hält diese seiten noch so fest, dass der wind nichts ausrichten kann.

    1. Weil man wieder irgend etwas hineinfantasiert in das Unbekannte, aus dem Wunsch heraus, es irgendwie bekannt zu machen und sich dann zu beschwereren, dass es keine neuen Erfahrungen gibt, keine Überraschungen und Herusforderungen, die alles umwerfen. Aber das allerdämlichste am uns Menschen ist doch, dass wir noch so viel mit dem Verstand verstehen können, ohne etwas wirklich begreifen und damit umsetzen zu können.

  3. das zwischen dem imblättern der JUGEND und dem JETZT liegen viele unergründliche WELTenWEGE die es heißt gründliuch zu erforschen wenn der MENSCH dazu bereit ist wird sich ALLes fügen

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