Seitenweise Jugend

 

Die Jugend zwischen zwei Seiten legen und dann verzweifelt versuchen, umzublättern.

 

Ich dachte, das wäre ein Anfang.

Es war nicht einmal das.

Nur Stillstand.

Ein wiederholt scheiternder Versuch, mir und meiner Bedürftigkeit zu entrinnen.

 

Manchmal denke ich, meine Schmerzen würden mir fehlen.

Sie sind die einzige Konstante in meinen Leben. Die einzige Konstante, die ich annehme. Mit der ich lebe, ohne Angst.

Es gelingt mir nicht, auszudrücken, was ich meine, was ich denke.

Was eigentlich in mir vorgeht liegt zwischen den Seiten, an die ich nicht herankomme, die ich nicht lesen kann, weil die Jugend zwischen zwei Seiten in einem Buch liegt, das ich seither (seit sie dort liegt), nicht mehr umblättern kann.