Unterbrechung

 

Ich habe ja schon berichtet von diesem Buch, das mich erreicht hat, das Buch, das Unterbrechungen zum Thema hat. Ich habe weder danach gesucht, noch es mir gewünscht und trotzdem ist es absolut folgerichtig und notwendig, dass dieses Buch gerade mich gefunden hat. Als hätte das Buch besser als ich selbst gewusst, dass das eines meiner großen Themen ist, derzeit. Die Unterbrechungen.

 

Was, wenn es gar keine Unterbrechungen gibt? Interruptions, interrumpir. Das sehr gewalttätige in diesem Begriff, der Bruch. Als würde etwas endgültig zerstört, gebrochen, zerbrochen. Aber unterhalb. Unbewusst? Unter der Oberfläche, also noch tiefer gehend als z.B. eine Entscheidung, die die Wege (die Möglichkeiten) scheidet, einen zurücklässt. Ungenutzt, aufgegeben, aber intakt.

 

 

Mit der Sonne brechen auch die Stimmen auf. Was falsch ist, falsch ausgedrückt und formuliert, aber richtig empfunden, wie der schräge Blick auf ein anmutiges Paar, auf das Leben und die Liebe, aus dem Blickwinkel des Neids, der Angst, der Unvollständigkeit. (Unvollständigkeit ist Bewegung, und Geschwindigkeit lässt die Konturen verschwimmen, sogar untergehen, eine Alternative zur Vereinigung. Was gleich aussieht, aber unterschiedliches bedeutet, weil es keine Geschichten erzählt, nur Trennlinien sichtbar macht.

 

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3 Gedanken zu “Unterbrechung

  1. Unterbrechung besitzt tatsächlich etwas gewalttätiges. Es klingt außer nach Bruch, nach Unruhe, das Bild von etwas das Ganz war und dann abgebrochen, zerbrochen, unterbrochen wurde…
    Und ich denke an viele Menschen, die sich dauernd unterbrechen, die dem anderen nicht die Zeit geben, den Satz zu Ende zu sprechen.
    Dem Uns Raum zu geben oder dem Ich, der ich bin, dem Du, die Du bist in diesem Moment, das hat nichts von Bruch. Da ist
    Stille. Ein Zulassen. Zwischenräume und eine Bejahung.
    Bis heute habe ich nicht verstanden, warum wir von dort immer wieder wegrutschen. Unser Geist ist unruhig. Gejagt von der Vergangenheit oder auf der Jagd auf Erfüllung in der Zukunft und diversen Ängsten.

    „Was gleich aussieht, aber unterschiedliches bedeutet, weil es keine Geschichten erzählt, nur Trennlinien sichtbar macht.“ Den Satz entführe ich, um darüber nachzudenken.

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