Heimat

 

Ob es einen Unterschied gibt zwischen dem Verzetteln, dem Zuviel an Projekten und der Unfähigkeit zur Konzentration und der Unterbrechung. 

Trotzdem gibt es die Notwendigkeit, nein zu sagen, und die Unfähigkeit es wirklich zu tun.

Das Heimat Projekt zum Beispiel.

Aber vielleicht läuft es einfach so mit, parallel. Und was wie Verzetteln aussieht, ist Ergänzung. Das Zusammenfügen von Teilen, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben, nicht zueinander passen.

Was, wenn Heimat so ein Begriff ist? Etwas, das sich aus dem Zusammenspiel vieler, scheinbar disparater Begriffe ergibt?

Abweisung und Absorption.

Zusammengehörigkeit und Einsamkeit.

Innen und außen.

Sehnsucht und Angst.

Heimweh und Fernweh.

 

 

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8 Gedanken zu “Heimat

  1. Liebe Mützenfalterin, das ist ja überhaupt die beste aller Ideen: das „Heimat Projekt“! Ja, Du hast recht, wenn es ein Projekt sein darf, dann fallen erst mal alle Begrenzungen ab, diese moralischen Verpflichtungen, ach, ist das befreiend, ich werde dieses Projekt in meinem Leben willkommen heißen, mal schaun, was draus wird! Und noch was muß ich Dir endlich sagen: Dein Text…ich komme aus einem trockenen Land…ist die größtmögliche Verdichtung in der Schreibkunst, die mir seit langer Zeit begegnet ist, ich trage Deine Sätze in mir und lasse jedes Wort auf der Zunge zergehen…das Meer in der Pfütze…ist das wunderbar, daß Du so zaubern kannst, viele Grüsse und Frohe Ostern! Margarete Graugans

    1. Ganz ganz herzlichen Dank, liebe Margarete! Deine Worte sind das erste Osterei, das ich heute gefunden habe. Das ist sehr schön und tut sehr gut!
      Auch Dir schöne Ostertage und herzliche Grüße aus Bielefeld
      Mützenfalterin

  2. Interessantes Projekt!
    Die Tschechische Nationalhymne beginnt mit der Frage nach der Heimat. Kde domov můj? Wo ist meine Heimat?
    Aus diesen Worten entstand in unserem Nachbarland ein Projekt, das sich mit den manigfaltigen Bedeutungen des Themas/Begriffs Heimat auseinandersetzte. Teil des Projektes war auch eine Ausstellung die Ende letzten Jahres bis Anfang dieses Jahres am Zentrum für zeitgenössische Kunst DOX in Prag zu sehen war. Das Projekt hat eine eigene Webseite, die sich auch auf Englisch anzeigen lässt. Man kann sich dort die eingereichten Arbeiten verschiedener Künstler ansehen und mehr Details über das Projekt erfahren. (Es ist nicht alles abstrakt, manches polititsch, manches auch „nur“ nach dem Motto „Meine Stadt, mein (…)“).

    Kurze Einführung auf der Seite des DOX:
    http://www.dox.cz/en/exhibitions/where-is-my-home

    Webseite des Projekts (hier der Link zur Ausstellung):
    http://kdedomovmuj.dox.cz/en/exhibition

    Schöne Ostern!

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