Unterhaltung mit Spiegeln

 

Es fällt mir schwer, mich zu unterhalten.

(Weil Schreiben immer auch ein Bekenntnis ist)

Die Geschichte vom missbrauchten Kind in der Kleinen Kneipe. Erzählt nach Obertonsingen und Digeridoo, bei gutem Wein.

Was ist das für eine Welt?

Wie passen die Scherben zusammen?

Zerrbilder, die entstehen, die wir ordentlich aufteilen in gut und böse, Himmel und Hölle, hell und dunkel. Und glauben, jetzt haben wir Ruhe, jetzt sind wir gefeit.

Aber die Sprache lässt sich nicht benutzen, nimmt alle Zweideutigkeiten auf und bringt sie an die Oberfläche.

Wir widersetzen uns, aber die Sprache übersetzt unsere Angst.

 

Vielleicht wird es Umhänge geben und Umstände. Verschleierungen der Angst. Vor dem Vergehen. Was vorgeht. Und wir denken nach. In weiser Voraussicht.

 

Nicht geplant.

Diese Dinge geschehen einfach.

 

Der Versuch mit einer Ordnung (Einordnung) der Unterordnung zu entgehen, es hinauszuzögern, damit es später umso mehr trifft. Die trifftigen Gründe narzisstischer Unvernunft.

 

Und mir fehlen die Bilder. Geschliffene Steine, ein kleiner Verrat. Als wäre es eine Möglichkeit, das Flüstern schwarz anzumalen und nur noch Märchen zu lesen, in denen Spiegel keine Rolle spielen.

 

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3 Gedanken zu “Unterhaltung mit Spiegeln

  1. Bemerkenswert diejenigen, vor der Kleinen Kneipe, die meinten: „Hör‘ auf zu jammern! Geh‘ doch arbeiten, wie wir alle! Du hast doch zwei gesunde Hände!“

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