Vom Sinn der Erinnerung

 

In ihrem Essay „Vom Sinn, ein Notizbuch zu besitzen“, schreibt Joan Didion: „Sich daran erinnern, wie es war, ich zu sein: Darin liegt der Sinn.“

Wenn darin also der Sinn besteht, ein Notizbuch zu haben und zu führen, tut sich eine neue Frage auf: Was macht es für einen Sinn, mich zu erinnern, wie ich gewesen bin?

Dient diese Erinnerung dazu die Vergänglichkeit zu begreifen, die Verluste, das Fortschreiten, das man sich so wenig vorstellen konnte, wie es Möglichkeiten gab, es zu verhindern? Mir die Unmöglichkeit, mich selbst zu vergessen, vorzuführen?

Ich ändere mich. Meine Eitelkeit bleibt. Die Möglichkeit mir im Jetzt eine Heimat zu schaffen aber auch.*

*Diesen Gedanke verdanke (im Gedanken steckt das Wort Danke, das fällt mir jetzt beim Schreiben zum ersten Mal auf!) ich der Auseinandersetzung mit mir und dem, was mich beschäftigt, aber auch den vielen wunderbaren Kommentaren, die ich hier bekomme. 

 

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