John Maynard

John Maynard - Isla volante
John Maynard – Isla volante

 

Ich komme aus einer trockenen Landschaft. Die Flüsse hat man so lange mit Steinen verwirrt, bis sie sich zurückgezogen haben.

Und doch sah ich in jeder Pfütze das Meer und hatte mich schon sehr früh in einen tapferen Steuermann verliebt, um den ich lange trauerte.

Erst Jahre später begann ich zu verstehen, dass wir nicht die gleiche Sprache sprechen. Seine Selbstlosigkeit und ich, die Liebe nie für einen Lohn gehalten hat.

 

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8 Gedanken zu “John Maynard

  1. ich habe bei deinen texten manchmal eine art aha-erlebnis. ich erkenne mich in gedanken und gefühlen wieder, die ich so schon gefühlt, aber noch nie wirklich gedacht und formuliert habe. auch mir war john maynard eine art vorbild … und zwar ganz ähnlich, wie du es hier schreibst. eins der wenigen gedichte meiner kindheit, von denen ich heute noch ein paar zeilen zitieren könnte … krass, wie nachhaltig diese prägung auf selbstlosigkeit ist … und dass sie gewissermassen für alle eine fremdsprache ist.

  2. Liebe Elke, Mützenfalterin, von Elke Heidenreich habe ich mal gelesen, daß wir in Büchern nicht die fremde, sondern die eigene Geschichte suchen, wir wollen eigentlich über uns was erfahren. Darüber hinaus scheint es auch geheimnisvolle Gedankenfäden zu geben, die über alle Entfernungen hinweg, obwohl lose im Universum schwebend, hin und wieder sich erkennen, sich kreuzend berühren und weiter schweben. Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, daß bei dieser Bloggerei, die ich begonnen habe, um nicht mein restliches Leben auch noch alle Texte nur in meinem Kopf zu schreiben, solche Begegnungen, Erfühlungen, Erspürungen möglich sind. Aber warum eigentlich nicht? Das, worauf es ankommt, kann ja immer und überall passieren, aus Deinen Texten strömt Poesie in mein Leben und nicht nur das: auf wirklich geheimnisvolle Weise finde ich bei Dir niedergeschrieben, was mich gerade bewegt. Ob es das Leben meiner Mutter in Verbindung mit meiner inneren Heimatsuche ist, oder die Geschichte mit uns Frauen, wo wir vorkommen und vor allem, wo nicht, und daß du Dich hinter Schmerz versteckst und daß du DEN Satz suchst, jajaja, den suche ich auch immer, vielleicht wartet da ja die Heimat…ich höre von Margret Duras, daß es im Leben irgendwann mal zu dem Punkt kommt, wo man alles, einfach alles bezweifelt und darauf folgt die große Einsamkeit…ja dann sehe ich, auch Du hast über sie geschrieben, soviele Gedanken finde ich zeitgleich zu meinen bei Dir niedergeschrieben…ich freue mich, daß ich zu Deinen Texten gefunden habe(muß eigentlich dem „Schneck“ danken, bei ihm steht eine Mützenfalterin in der blogroll!) Ich nehme gerne immer wieder eine Mütze voll Poesie bei Dir entgegen, wenn ich auf meinen Erkundungsflügen durchs All schwebe. Hab Dank dafür! Viele liebe Grüsse Margarete / Graugans.

  3. Ich drück immer nur auf „Like“, weil ich deinen Worten nichts hinzufügen will. Das widerstrebt mir. Diese Worte stehen für sich. „Die Flüsse mit Steinen verwirren“ – das ist so ein Bild, das ich durch keinen Kommentar noch klarer machen könnte. Das ist schon komplett präzis, jedes kommentierende Wort von mir würde das Bild nur wieder verschleiern. (Wollte ich nur mal so sagen, damit mein Liken und Nichtkommentieren in den richtigen Hals rutscht.)

    1. Das geht mir mit manchen Kommentaren ebenso. Da ist dann auch alles aufs Schönste gesagt und jedes Antworten oder Hinzufügen zerstört eher etwas, nur leider kann man hier nicht sehen, wie der jeweils andere seelig nickt.

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