Weibliche Kunst

 

Wohin man auch sieht, Galerien, Rankings, Ausstellungen, Professorenstellen, Preise… Überall dominieren Männer, obwohl es mehr Frauen gibt, die Kunst studieren, mehr Frauen, die schreiben, Literatur studieren.

Langsam holen die Frauen auf. Aber die Betonung liegt eher auf dem langsam als auf dem Aufholen. Woran liegt das?

Die Diskussion darüber gibt es schon so lange, vermutlich jeder, der mit Kunst zu tun hat, hat sie auf die eine oder andere Art geführt. In eigener Sache kann ich mich z.B. an diese Diskussion erinnern.

Natürlich spielt da eine über 2.000 Jahre alte Tradition eine Rolle. Schließlich haben Frauen erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit die Möglichkeit im Kunstgeschehen mitzuspielen.

 

Andererseits führen gleiche Chancen nicht automatisch zu gleichen Ergebnissen. Frauen setzen andere Prioritäten, wählen andere Formate, bevorzugen Kooperation statt Wettkampf. Und sie wollen Sicherheit, ein Grund, warum viele ehemalige Kunststudentinnen Kuratorin oder Kunstlehrerin werden.

 

 

Vielleicht ist auch die Definition davon, was Erfolg ist, falsch.

Was wäre wenn Erfolg sich nicht auf erzielte Preise, die Anzahl von Einzelausstellungen und den Bekanntheitsgrad reduzieren würde, sondern so etwas wie eigene Zufriedenheit und menschliches Miteinander einschlöße?

Die Gewichtung würde mit großer Wahrscheinlichkeit anders ausfallen.