John Jeremiah Sullivan – Pulp Head

Versuch erst mal, es zu sehen. Das ist schwer genug.“ Und das ist genau das, was er tut. Er versucht erst mal, es zu sehen.

Bei Sullivans Reportagen hatte ich durchgehend das Gefühl, da erzählt einer von Mensch zu Mensch. Was ich damit sagen will: es gibt kaum eine Distanz zwischen Leser und Erzähler. Sullivan erhebt sich nicht über diejenigen, über die er berichtet, und somit auch nicht über die, die seine Reportagen lesen, er schreibt auf Augenhöhe. Vielleicht ist es dieser Respekt, der zugleich neugierig macht und Vertrauen entstehen lässt und möglicherweise ein weiterer Schlüssel ist, für das Paradox, dass es gerade die Länge der Reportagen ist, die sie so kurzweilig machen. Wie kann das sein?

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