Tzveta Sofronieva

Sprache

Die Sprache ist wie Wasser.
Beim Halten verliert man sie,
im Fließen hat sie Bestand,
schenkt eher Leben als Ertrinken,
wäscht keine Flecken aus,
ist der erste Grund, dass alles keimen kann.

Tzveta Sofronieva in der Edition Lyrik Kabinett. Ich bin dankbar für diesen Gedichtband.

 

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6 Gedanken zu “Tzveta Sofronieva

  1. Hab vielen herzlichen Dank für den Link. Es scheint sich um eine zeitgenössische Autorin zu handeln, die sich nicht willkürlich in Chiffren verliert, sondern ernsthaft daran interessiert ist, Bedeutung durch Neuordnung zu schaffen. Diese herrliche Rezension unterstreicht, dass der Bezug Welt-Sprache nach wie vor als Fundament poetischer Sinnsuche fungiert.
    Ich hoffe demnach, bald einige Stunden für die Lektüre Sofronievas aufwenden zu können.

    Grüße,
    Ángel

    1. Ich freue mich sehr über diesen Kommentar. Weil ich mich über jeden neuen Leser für Sofronieva freue. An guten Tagen bin ich naiv genug an Brodskys Worte zu glauben, dass das Lesen von guten Gedichten die Welt verändern kann.

      1. Wenn man die sogenannte „Welt“ als einen subjektiven Mikrokosmos beschreibt, an dem jedes Individuum unterschiedlich teilhat, dann ergibt sich aus dem Glauben an Brodskys Worte keine Naivität. – Denn was wissen wir schon über die Welt anderer Menschen? – Natürlich soll das Lesen von Versen die Welt verändern – unsere(!) Welt und die Art, wie wir sie betrachten. Kunst geht ja gerade davon aus, dass die per se Welt nichts Gegebenes ist.

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