Friedhof

Grabmal
Grabmal

Der Ort, wo sich das Leben auflöst in das Wissen, die Gewißheit, das Gefühl von Abwesenheit. Und nicht einmal das ist wahr. Etwas anderes, völlig fremdes ist an die Stelle von Anfang und Ende getreten, von Tod und Leben, eine andere Art von Dauer und Wirklichkeit.

11 Gedanken zu “Friedhof

      1. Wissen und Gewißheit … nein, für mich sind sie ziemlich nahe beieinander. Vielleicht hätte ich schreiben sollen: Gewißheit, die von WIssen kommt, wird manchmal auch zur Gewißheit des Glaubens.

        Dann stünde natürlich die Frage im Raum, ob nicht all unser WIssen nur etwas ist, das wir (zu wissen) glauben …

      2. Interessant. In meinem Denkhorizont ist Gewissheit etwas nahezu körperliches, während das Wissen immer abstrakt und mit dem Verstand verknüpft ist. Ich weiß zum Beispiel, dass die Erde keine Scheibe ist, aber das ist etwas ganz anderes für mich, als die Gewissheit, dass Regen naß ist, weil ich das am eigenen Körper erfahren kann. Und das führt ja eigentlich direkt zu Deinem letzten Satz, dass Wissen nur das ist, was wir zu wissen glauben. Das ist das Verrückte für mich, diese „beweisbaren“ (weil berechen- und wissenschaftlich erklärbaren) Fakten, haben uns vom Aberglauben befreit, bedürfen aber ebenso des „Glaubens“, wie die Annahme, dass der Blitz eine göttliche Strafe ist.

  1. Ich danke Dir so sehr für diese Gedanken und diese feinen (!!) Zeilen!
    Und auch das:
    Die Farbgebung und Atmosphäre dieses Bildes beschreibt hervorragend meine „innere Vorstellung“ von Gräbern und Friedhöfen, wenn ich nicht gerade selbst dort zu Besuch bin. Klasse!
    Herzlichst, mb

  2. … ja, es ist etwas so völlig Fremdes. Und ich kann noch immer nicht sagen, was es ist. Es ist eine Mischung aus Schmerz und Trost. Das hört sich jetzt komisch an, aber dass unter der Erde etwas liegt, daran kann man sich fast festhalten. „Da ist der Beweis, dass es diesen Menschen gab. Du darfst ihn weiterlieben …“ Ach ich weiß nicht. 😦

    1. Etwas Fremdes und letztlich auch Unaussprechliches. Ich glaube das Beerdigen, das Grab, kann tatsächlich ein Ort des Trostes sein, ein Ort der Halt gibt auch.
      Und natürlich darf man den Menschen weiterlieben, man muss nur ohne ihn weiterleben…

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