Die Reise

Die Reise - Isla volante
Die Reise – Isla volante

 

Ich verlaufe mich in mir selbst bis die Zeit mich frisst. Mich über bekommt und ausspuckt.
Wir bestiegen ein Schiff. Das Ufer entfernte sich. Das Schiff war groß. Das Meer war größer. Naturgemäß stand über allem der Himmel. Manches wurde durchsichtig auf dieser Reise. Bereit jederzeit die Farbe des Himmels anzunehmen. Vieles hörte auf eine Bedeutung zu haben. Die Möwen verfolgten uns eine Zeitlang. Dann waren wir allein. Mit dem Rauschen, den Wellen, der Nacht. Ich stand an der Reling und sah so allerlei. Ich sah mein Leben verschwinden. Durchsichtig werden, ohne an Undeutlichkeit zu verlieren. Die Welle brach sich am Bug und trieb uns weiter hinaus.

 

 

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11 Gedanken zu “Die Reise

      1. das braucht es nicht – ist schon in ordnung so. manchmal hab ich einfach mühe innezuhalten, ich hab angst das mir die zeit wegläuft, ich irgendwas verpasse….

  1. Der Text zusammen mit den beiden Illustrationen: Links so eng, dass garnicht alles „draufpasst“ und „Mich über bekommt und ausspuckt“. Rechts so weit, „Ich sah mein Leben verschwinden“, aber zum Glück fährt das Schiff jedoch wasseraufwärts dem Horizont entgegen.
    Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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