Fäden

Seltsam wie mir die Träume im Kopf zergehen. Die Gedanken wechselhaft, wie der heutige Himmel und immer wieder verliere ich den Faden, den ich doch fortspinnen will. Mein Fehler, ich halte ihn fest, statt los zu lassen, wie die Müllerstochter im Märchen, die ihre Unfähigkeit anerkennt und der Hilfe zuteil wird.

 

Hilfe von andern.

 

Also war das, was sie aus sich selbst heraus geschafft hatte, ihre „Leistung“, das Aufgeben, Loslassen und Zulassen?

 

Wie mich die Fragen drehen und wenden. Und ich schaue doch immer nur zurück. Als würde in der Undeutlichkeit der Herkunft der Faden sichtbar, an dem ich hänge, wie oft ich ihn auch verlieren mag. Lasse ich ihn los, entwickelt er mich, halte ich zu fest, nimmt er mir die Luft zum Atmen.

 

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