Ufer

Ufer - isla volante
Ufer – isla volante

Damals, als mir langsam die Kontrolle über mein Leben zu entgleiten begann, als mir alles dermaßen über den Kopf wuchs, dass nicht einmal das Meer mich trösten konnte, dachte ich wieder häufiger an diesen Mann, der mir als Kind einen wohligen Schrecken eingejagt hatte, wenn er der Brandung entgegen lief und gegen das Rauschen der Wellen anschrie.

Er war gleichzeitig stark und schwach, er hasste und liebte das Meer, wollte, dass es ihn mitnahm, ohne dass er jemals das Ufer verlassen müsste.

Was mich wirklich tröstete, selbst heute noch, war die Tatsache, dass er dem Meer nicht gleichgültig war.

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7 Gedanken zu “Ufer

  1. Was so in Erinnerung bleibt? Da wundere ich mich auch oft. Vielleicht sollte man es auch mal mit Schreien versuchen, wenn man sich festgehalten fühlt.

  2. Lieben und Hassen, ein weites Spektrum für eine Poetin wie dich.
    Ich lese zwischen den Zeilen und dort stehen wunderbar tiefe Eindrücke.
    LG Hanna

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