Das schweigende Kind

Es regnet auf die Straßen und Plätze, auf die Flüsse und Dächer. Und auf das schweigende Kind. Jetzt kann niemand mehr unterschieden, ob die Tropfen in seinem Gesicht vom Regen kommen, oder ob es Tränen sind. Niemand wird fragen. Und sollte jemand fragen, wird es die Schultern heben, und damit ist alles gesagt.

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10 Gedanken zu “Das schweigende Kind

    1. Hilflosigkeit ja, aber auch Ruhe und sogar eine Art von Überlegenheit. die im Schweigen liegt, weil es alles sehr viel deutlicher sagt, weil man das Schweigen nicht einfach überhören kann.

  1. ich habe gerade von Hanns Josef Ortheil „Die Erfindung eines Lebens“ gelesen, auch hier geht es um ein stummes Kind, bzw. einen stummen Jungen und darum wie er und auch seine Mutter (die ebenfalls verstummt ist) nach und nach die Sprache zurückerobern- ich selbst bin bei dem Tod meines Vaters mit 41/2 Jahren für 3 Monate verstummt- vielleicht berührt mich deswegen dieser Text ganz besonders- vielen Dank

    herzliche Grüße
    Ulli

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