Durchsichtig

Durchsichtig
Durchsichtig – Isla volante

Ich verlaufe mich in mir selbst bis die Zeit mich frisst. Mich über bekommt und ausspuckt. Wir bestiegen ein Schiff. Das Ufer entfernte sich. Das Schiff war groß. Das Meer war größer. Naturgemäß stand über allem der Himmel. Manches wurde durchsichtig auf dieser Reise. Bereit jederzeit die Farbe des Himmels anzunehmen. Vieles hörte auf eine Bedeutung zu haben. Die Möwen verfolgten uns eine Zeitlang. Dann waren wir allein. Mit dem Rauschen, den Wellen, der Nacht. Ich stand an der Reling und sah so allerlei. Ich sah mein Leben verschwinden. Durchsichtig werden, ohne an Undeutlichkeit zu verlieren. Die Welle brach sich am Bug und trieb uns weiter hinaus.

 

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5 Gedanken zu “Durchsichtig

  1. Wie schön Du die Übereinstimmung Deiner Gedanken mit der Natur beschrieben hast und dann noch das bewundernswerte Aquarell!

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